Frankfurt und Köln – ein Wundertütensuppentellergericht

Bei Frankfurt und Köln ist alles möglich – UEFA-Cup oder Abstieg, Genie oder Wahnsinn. Frankfurt war in der Hinrunde vom Verletzungspech gebeutelt wie schon lange keine Mannschaft mehr. Jetzt kehren die Leistungsträger langsam zurück, und falls die Herren Entscheider ihren Ausflug in höhere Gefilde rechtzeitig beenden, wird der Vertrag mit Funkel verlängert. Im Oktober oder November gab es in 11 Freunde einen recht guten Bericht über die spezifisch hessischen Befindlichkeiten und den steten Kampf von Bruchhagen gegen die Überflieger, denen Funkel zu piefig ist, die der Weltmetropole gerne eine Weltauswahl mit einem Weltfußballlehrer verpassen möchten. Dabei sollte die jüngst erfolgte Teilverstaatlichung der Commerzbank Anlaß für Vorsicht und Bescheidenheit sein, sonst heißt das Stadion irgendwann Finanzmarktstabilisierungsfonds-Arena.

Und Köln? Overath und Daum, das explosivste Duo seit Nitro und Glyzerin haben sich zusammengerauft. Die Stadt fiebert freudetrunken der Heimkehr von Lukas Podolski entgegen. Manager Meier beweist, dass er nicht bloß sinnlos Geld verbraten kann wie in seinen schwächeren Jahren in Dortmund, sondern ein gutes Auge für notwendige Transfers hat. Vor Geromel und Petit kann man nur größten Respekt haben. Ich denke, Köln ist ein schlafender Riese und die Mannschaft wird alles daran setzen, mit ihrem sympathischen Jahrhunderttalent nächste Saison im UEFA-Cup zu spielen. Und Daum ist ein Ausnahmetrainer, einer der weiss, wie man gewinnt. Gerne hätte der Boulevard aus seiner Entscheidung für den EffCee eine neverending Schmonzette mit vielen schlagzeilenträchtigen Kapriolen gemacht, aber den Gefallen hat Daum ihnen nicht getan, sondern Köln auf einen soliden Mittelfeldplatz geführt. Schlechter wird es in diesem Jahr nicht mehr.

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