Pokalnachlese

“Der Club hat es geschafft! Er ist endlich wieder ein Depp!” schreibt ein Herr Robinho, dessen Email-Adresse ihn als aficionado des ASV Vach ausweist. Mithin ist Robinho also ein eingemeindeter Fürther und mutmaßlich ein Fan der Spielverunreinigung Fürth. Er darf sich gerne ein wenig ins Fäustchen lachen, dass der Pokalsieger gestern in Jena verdient ausgeschieden ist.

Andererseits ist es vielleicht nicht das Schlechteste. Schließlich soll der Tabellenplatz und nicht der Punktestand der Clubberer einstellig sein, und da ist eine Ablenkung weniger vom Ligaalltag bestimmt kein Nachteil. Der Club braucht den Pokal weder seelisch noch finanziell. Wenn es gelänge, in der Liga am Ende der Hinrunde an den zwanzig Punkten zu schnuppern und im UEFA-Cup zu überwintern, im Frühjahr dann ein cooler Abgang gegen einen der acht CL-Dritten, Liverpool womöglich, und in der Rückrunde ohne Verletzungsseuche und mit neun Heimspielen ein paar Punkte mehr als in der Hinrunde, es wäre eine sehr gute Saison. 46 Punkte werden diesmal nicht für Platz sechs reichen. Aber auch das muss nicht sein.
Das sind immer noch ziemlich viele Wenn und Abers, trotzdem sind die Fortschritte bei Mnari zum Beispiel unverkennbar. Auch Glauber kommt langsam wieder in Form. Kennedy, der als Chancentod gegen Frankfurt einige Nerven kostete, hat seine Chance als Mittelstürmer trotzdem redlich verdient, jetzt, da Charisteas – Überraschung – verletzt ist. Beim desolaten 1:3 in Wolfsburg spielte Reinhardt (!) linker Verteidiger, gegen Jena war es Kristiansen, der mit seinem Superklops das 1:1 für die Jenenser einleitete. (Warum heißt es eigentlich Geraer und nicht Gerenser?)

Joe Simunic hat vier Spiele Sperre im Pokal bekommen. Bei der durchschnittlichen Verweildauer seines Vereins Hertha BSC in diesem Wettbewerb ist Simunic 2011 wieder dabei. Es gibt eben Deppen und Deppen.

Ein Kommentar zu “Pokalnachlese” (1)

www.welt-hertha-linke.de
01.11.2007

Nur bei uns war das ja irgendwie absehbar. Der eigentlich Depp ist aber nicht Simunic, denn seine Tätlichkeiten sind ja auch schon absehrbar (was es nicht weniger schlimm macht!). Der größte Depp war Dardai. Das hätte jeder E-Jugend-Kicker besser hinbekommen, statt sofort den Ball zu verlieren und das Gegentor zu verschulden.

Es gibt Deppen und Dardai.

Teilen mit:

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Kommentar verfassen

wpDiscuz