Monat: Januar 2007

Elf des Tages

Legolas.

Kommentare zu “Elf des Tages” (3)

polyphem
29.01.2007

Etwas Tolkün, aber sehr treffend.

jensen
30.01.2007

man sucht nach nem Link wo keiner ist, braucht noch ein paar Hundertstel Sekunden und dann kanns Lachen los gehen. einer der Besten Blogbeitraege den ich seit langem gehoert hab.

polyphem
30.01.2007

So Mancher, der hier von Lego las, staunt vermutlich Bauklötze.

Ein Spieltag wie gemalt

Das war ein wirklich sehr schöner Rückrundenauftakt. Zwei Tore von Kuranyi, zwei Tore von Bernd Schneider, nur ein Unentschieden, Marcelinho wie zu besten Zeiten, Cottbus mit drei Toren, Nürnberg gar mit vieren, Leverkusen auswärts ein 0:2 gedreht, und Mainz auch mit einem Auswärtssieg. Die großen Verlierer heißen Gladbach, Bayern und HSV, die kleinen Frankfurt, Stuttgart und Aachen.

Möglicherweise steigen die Hamburger ja doch ab. Es sah vollkommen deplatziert aus, als man in Bielefeld nach dem frühen 1:0 versuchte, Zauberfußball zu imitieren und das Ding 80 Minuten über die Zeit zu schaukeln. Thomas Dolls Bemerkung auf Arena, man werde gegen Cottbus “ein Feuerwerk” abbrennen, erinnerte an einen Schiffbrüchigen, der befragt, wie er gedenke, auf seiner Planke zu überleben, antwortet: Ich werde Schwanensee tanzen. Es ist bestimmt schwer, von Bundesliga-Urgestein mental auf Abstiegskandidat umzuschalten, aber wenn sie nicht bald ihren Schlendrian aus dem Hinterkopf rausbekommen, wird es ein schlechtes Ende geben. Und Cottbus hat schon ganz anderen Feuerwerkern die Party vermasselt.

Die Lausitzer sind einer der großen Sieger dieses Wochenendes. Wie sie gewonnen haben, läßt für den Klassenerhalt das Beste hoffen. Ein weiterer Schritt gegen das Klischee der Ossi-Bolzertruppe. Das 2:0 war ja schon fast bremisch herausgespielt. Noch höher schätze ich den Sieg von Mainz ein, nicht vom Spielerischen, aber vom Leistungssprung. Klopp und Heidel ist es offenbar wirklich gelungen, in der Winterpause eine abtiegskampftaugliche Mannschaft zu formen. Und wenn jetzt Platini, der neue Danton der UEFA, die “Großen” respektive Großkopfeten aufs Normalmaß zurückstutzt, wird mittelfristig wieder mehr Chancengleichheit innerhalb der Ligen und zwischen den Ländern einziehen. Das Old-Boys-Pfründe-Network im europäischen Fußball hat mit Platinis Wahl eine empfindliche Schlappe erlitten. Und Blatter zeigte mal wieder, dass neben einem kleinen Don Vito Corleone auch ein kleiner Robin Hood in ihm steckt.
Merkwürdig fühlten sich die Siege von Hertha und Leverkusen an. Plötzlich geht’s da nicht mehr um die reine Ästhetik, sondern um Nürnbergs UEFA-Pokalplatz. Man mag wirklich nicht nachrechnen, wo der Club jetzt stünde, hätte er nicht spät oder unnötig gegen Cottbus, Dortmund, Aachen, Mainz… den Sieg verschenkt. Aber Hauptsache, sie spielen so wunderbar und ansehnlich wie gegen den ehemaligen Meisterschaftsanwärter VfB Stuttgart.

Vorne ziehen Bremen und Schalke unangefochten ihre Bahn, letztere auch nicht von den üblichen Schlechtrednern wie Hitzfeld zu irritieren. Vielleicht sitzt der kicker-Kolumnist ja bald selbst wieder auf der Trainerbank – und Felix Magath schreibt die Kommentare.

Kommentare zu “Ein Spieltag wie gemalt” (3)

Nun werden Dinosaurier zur Strecke gebracht… at Welt Hertha Linke
29.01.2007

[…] Was war das für ein Start in die Rückrunde. Ein Sieg, der zählt: Drei Punkte. Aber schwer hat sich unsere Hertha getan. Es gibt sogar Menschen, bei denen sich der Sieg “merkwürdig” anfühlt. Bei mir fühlen sich Hertha-Siege immer großartig an! Und wen interessiert schon Nürnberg?? Mal von meinen sensationell schlechten Tipps abgesehen, bin ich eigentlich ganz froh über den Beginn der Rückrunde. Englischer Fussball ist halt nicht wirklich meins. Arsenal spielt zwar recht hübsch, aber da bin ich nicht gebannt und meistens nach zehn Minuten mit irgendwas anderem beschäftigt… […]

horny
29.01.2007

Beschäftige dich am besten damit Deine Hertha-Brille vor deinem Gesicht zu entfernen!

Easyfunk
30.01.2007

Lieber Horny!

Was wäre das denn für eine Fan-Leidenschaft, wenn man diese Brille abnehmen würde? Zumindest für mich unvorstellbar… Ich bin Hertha-Fan und werde selbstverständlich alles durch diese Brille kommentieren! Denn das ist auch gut so.
Sei gegrüßt, egal welcher Brille du dich bedienst…

Drei Jahre war die Unke krank

jetzt kämpft sie wieder, gottseidank. Gemeint ist natürlich die vom Aussterben gefährdete Gelbbauchunke (Bombina variegata), die diesmal nicht ob ihres klagenden Tonfalls, sondern wegen ihrer Färbung – “Die Unterseite inklusive der Innenseiten der Gliedmaßen und der Finger und Zehen ist intensiv hellgelb bis orange gefärbt und mit grauen bis schwarzblauen Flecken oder Flächen durchsetzt.” – zwanglos an dieser Stelle eingeflochten wird (Schon mal ‘ne Unke zwangslos eingeflochten? Eine Fisselarbeit, kann ich euch sagen). Gemeint ist natürlich Borussia Dortmund, die einen herzerfrischend schönen Rückrundenauftakt hingelegt haben. Sogar spielen tut die Unke wieder. Steilpässe und Flanken, lange Jahre vom Aussterben bedrohte Arten in der Hagel- und Feuerversicherungsarena, wurden heute Abend wieder gesichtet. Angeleitet von einem umsichtigen Metzelder und einem abgezockten Frei, ließen Röbers rennende Recken die Ölgötzen von der Isar kaltgepreßt aussehen. Dazu noch ein Mensch namens Tinga, dessen Künstlername frei übersetzt ungefähr bedeutet: Kleiner Büffel, der aber sowas von dazwischennietet und das meistens fair.

Ein Wort zum Gegner? Wäre das hier ein Bildzeitungsblog, könnte ich jetzt schreiben: “Van Bommel kriegt auf die Mütze.” So schnell kann’s gehen. In Dubai und gegen die Lullis vom HSV noch in bestechender Frühform, seit heute Nacht stramm auf Uefa-Cup-Kurs. Auch an dem sympathischen Jahrhunderttalent Roque Santa Cruz lief das Spiel vorbei, nicht zuletzt deshalb, weil er 90 Minuten auf der Bank saß. Podolski dagegen fügt sich immer besser in die Offensivstaffetten seiner Mannschaft ein, heute wurde er sogar einmal von Pizarro angeschossen. Fachleute nennen das auch blindes Verständnis.

Nur dumm, dass die Bayern ein knüppelhartes Auftaktprogramm erwischt haben. Am Dienstag zu Hause gegen Bochum, dann in Nürnberg. Offensichtlich Teil eines abgekarteten Spiels, um dem Verein die Meisterschaft zu stehlen.

Ein Kommentar zu “Drei Jahre war die Unke krank,” (1)

Torsten
27.01.2007
Das Einflechten von Unken stelle ich mir wirklich schwierig vor. Aber die Fisselsarbeit hat sich gelohnt und verdient hat sich dieses possierliche Tierchen das allemal. Schon beeindruckend, wie sie sich gegen das Aussterben zur Wehr setzen konnte.
Die Bayern indes zeigten schon das, was sie in der Hinserie stark machte. Altbackene Taktik und Aufstellung von Trainergott Magath sollten doch letztlich dazu verhelfen, den so beliebten UEFA-Cup zu erreichen. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie sie das schwere Auftaktprogramm bewältigen. Mit ein bisschen Glück dürfte ja ein Punktgewinn gegen Bochum drin sein. Der Kampf um Platz 5 hat begonnen.