Monat: November 2006

Den Gladbach runter

Das ist schon traurig, was da mit Gladbach gerade passiert. Und man vermag einen Schuldigen nicht so recht ausfindig zu machen. Oder ob da doch im Hinterstübchen oder Oberköpfchen der Gedanke sitzt, mit dem CL-Gewinner Heynckes sei die CL-Qualifikation nur noch reine Formsache?

Im neuen Borussia-Park sind die Fans fast so größenwahnsinnig wie beim 1. FC Köln. Der Gegner muß an die Wand gespielt werden, alles andere ist zu wenig. Und auswärts – diese Schwäche hat Heynckes nur geerbt, aber er hat sie bisher auch nicht abstellen können. Wer spielt wie ein mumifiziertes Eichhörnchen, darf sich nicht beschweren, wenn er verliert. Wobei, sie kämpfen ja, aber nicht mutig, sondern ängstlich. Sie tun nur so, als wollten sie nicht verlieren.
Ich war äußerst skeptisch, ob es nach einer Entlassung Köppels besser werden würde, aber dass sich Gladbach in den Kreis der engeren Absteigskandidaten spielt und dann auch noch so unansehnlich, erstaunt angesichts dieses Kaders mit zwei deutschen und einigen anderen Nationalspielern doch sehr. Wenn man  allerdings Insua mal mit Diego vergleicht  – beide als Spielmacher geholt – kommen leise Zweifel an den Transferfähigkeiten von Peter Pander auf, der ja in Wolfsburg mit D’Alessandro nur seinen größten Flop unter vielen getätigt hat.
Ob die Borussia ein gut geführter Verein ist, wird sich wie beim HSV an der Trainerfrage erweisen. Nachdem es weder an Doll noch an Heynckes liegt, bleibt eigentlich nur, die Nerven zu behalten und die Hoffnung nicht zu verlieren. Und den Trainer nicht zu feuern.

Das Vorbild Freiburg sollte zu denken geben. Dieser Verein hat mit Finke erreicht, was zu erreichen war, auch wenn dieser in dieser Saison zunehmend verbraucht wirkt. Und Gladbach und der HSV müssen einfach akzeptieren, dass Vereinen wie ihnen zwischen Platz drei und fünfzehn immer alles blühen kann. Und dass sie mit dem Trainer ihres Vertrauens lieber zehn Jahre Jojo fahren sollten, als alle 18 Monate den großen Umbruch auszurufen (Advocaat, was für eine Katastrophe). Auch ein Abstieg sollte diese Strategie nicht ändern. Juventus Turin beweist uns, wie glücklich man als Weltklassemannschaft in der zweiten Liga werden kann.

Schalker Dauerkrise spitzt sich zu – wieder nur Tabellenführer

“Die Dauerkrise des selbsternannten Meisterschaftsfavoriten FC Schalke 04 hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Gegen den Fußballzwerg VfL Bochum (”San Marino des Ruhrpotts”) gab es am Freitag Abend nur ein peinliches 2:1. Damit stagniert der hochverschuldete Skandalklub auf Platz 1 der Tabelle, keine Verbesserung gegenüber der Vorwoche. Von Insidergreisen wird die baldige Entlassung von Trainer Mirko Slomka stündlich erwartet. Wenn das Marionettenregime des russischen Gazprom-Molochs um Manager Müller nicht alsbald reagiert, wird sich diese Mannschaft ohne Leben, ohne Verve, ohne Stil über kurz oder lang auf einem Abstiegsplatz wiederfinden. Mit alternden Stars wie Pander und Fehleinkäufen wie Lövenkrands ist in der Bundesliga kein Blumentopf zu gewinnen.”

Sie hörten den Bundesligakommentar, auch heute wieder vom Bayerischen Rundfunk.

Kommentare zu “Schalker Dauerkrise spitzt sich zu – wieder nur Tabellenführer” (6)

George
25.11.2006

Du schreibst dir ja einen Müll zusammen, man kann nur mit dem Kopf schütteln.
Scheinst gar keine Freunde zu haben, sonst würdest du deine Freitag Abende mit denen verbringen, anstatt so einen geistigen Dünnschiss zu verfassen.
Blau weisse Grüsse
George

Schalkoholic
25.11.2006

Jaja George the Best

Wie der Dichter schon sagt:

Selbst die feinste Ironie
verstehen manche wirklich nie.

Auf gehts Schalke meckern und siegen :o))

Peter
25.11.2006

Oh Manno George, von Ironie hast du noch nie was gehört, oder?

Ich find den genial, als Kommentar des FC-Bayrischen-Rundfunks fast perfekt 🙂

Dave
26.11.2006

Da wird man doch wieder bestätigt, dass die Schalker Fans ungefähr den gleichen Fußballintellekt haben wie Lukas Podolski.

Kaeptnhooch
26.11.2006

“George for President in USA”

Der Artikel von Rob Alef ist wahrlich mit größter Leidenschaft verfasst und scheinbar nicht für jedermann verständlich, oder liege ich da falsch George???
Ironie ist eben etwas sehr komplexes, daher verzeihen dir sicher alle für dein Kommentar.

Pille
28.11.2006

So richtig dampfen wirds auf Schalke, wenn die am Ende Meister werden. Da werden Köpfe rollen…: Slomka, Müller, Rost, Lincoln. Es wird kein Ende und keine Gnade geben.
Die Gelsenkirchener Westfalen werden wüten und heulen, weil die Vorgenannten es doch tatsächlich geschafft hätten, Meister zu werden, obwohl die ganze Nord-Kurve denen seit Wochen nur Pest & Cholera wünscht. Ich liebe dieses Schalke!
Nur der RWE!

Typisch zyprisch

Der Favorit

kommt aus dem Tritt

weil auf dem harten Rasenfeld

der Underdog dagegenhält

Für teutsche Fans grenzt ein Remis

Durch Zyperns Team an Blasphemie

Das hat durch Einsatz unentwegt

Den Favorit aufs Kreuz gelegt

Helau